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Herzlich Willkommen
zum Tag der offenen Tür im Tierheim
Am Sonntag, dem 08. August 2010 ab 12 Uhr findet
der diesjährige Tag der offenen Tür im Tierheim statt.
Für Essen und Trinken ist wie immer bestens gesorgt,
Spiel und Spaß auch für die Kleinen wie z.B. Dosenwerfen.
Alle Tiere des Tierheims freuen sich auf möglichst viele Besucher!
2009 mit Plus auf dem Konto abgeschlossen
Iserlohn, 02.04.2010, Jennifer Katz
Iserlohn: Ein bewegtes Jahr haben die Mitglieder des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung am Mittwochabend Revue passieren lassen. Die positive Nachricht: Der Verein steht finanziell auf sicheren Beinen. Die schlechte Nachricht: Es gab deutlich mehr Missbrauchsfälle als in den Vorjahren.
Anfang 2009 tendierte das Spendenaufkommen für den Tierschutzverein gen Null. „Wir hatten richtig Angst”, gesteht Vorsitzende Barbara Kemper. Einem traurigen Ereignis war es geschuldet, dass sich das Vereinskonto im Jahresverlauf wieder füllte: Durch die intensive Presseberichterstattung rund um den illegalen Hundehandel - 23 Welpen aus Ungarn kamen mit Parvovirose nach Iserlohn, sieben davon starben - waren die Spender wieder wach geworden. So schloss der Tierschutzverein das vergangene Jahr mit einem „erfreulichen”, so Barbara Kemper, Plus ab. Sie sagt: „Wir bewegen uns in einem gesunden finanziellen Bereich, trotz der Wirtschaftskrise.” Für 2010 rechnen die Vorstandsmitglieder mit weniger Einnahmen und mehr Ausgaben, weil Renovierungen anstehen.
Dass viele Menschen weniger Geld haben, macht sich nicht nur auf dem Konto bemerkbar. „Viele können sich das Futter nicht mehr leisten”, weiß Barbara Kemper. Auch diejenigen, die ihre Hunde oder Katzen aus verschiedensten Gründen ins Tierheim bringen, hätten vor der Krise immer 30 bis 50 Euro übrig gehabt - meist, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen.
116 Hunde, 227 Katzen und 144 Kleintiere wurden im vergangenen Jahr gefunden und ins Tierheim gebracht. Hinzu kamen 40 Hunde, 84 Katzen und 172 Kleintiere, die dort direkt von ihren Besitzern abgegeben wurden.
Nicht nur diese Entwicklung - allein die Anzahl der Fundkatzen ist im Vergleich zu 2008 um 63 angestiegen - bereitet den Tierschützern Sorge. Auch die Zahl der Missbrauchsfälle hat sich erhöht. Während sie die Geschehnisse beschrieb, hatte Barbara Kemper mitunter Tränen in den Augen, insbesondere als es um die 23 Welpen aus Ungarn ging. „So etwas habe ich in 21 Jahren Tierschutz noch nicht erlebt, eine Katastrophe von ungeahntem Außmaß”, so die Vorsitzende. Die Strafanzeige gegen die Händlerin wurde fallen gelassen, die Bußgeld-Höhe ist unbekannt.
Ebenfalls in das dunkle Kapitel der Vereinsarbeit einzuordnen ist der Fall des Taubenzüchters, der mehr als 100 Tiere sechs Wochen lang unversorgt in einem Container ließ. Knapp die Hälfte der Tauben überlebte die Qualen nicht. Der Versuch, die anderen bei Züchtern unterzubringen, scheiterte: „Bringen kein Geld, gebrauchte Tauben nehm ich nicht, am besten den Hals umdrehen”, hieß es. Mit einem der Züchter, der im Nachgang plötzlich die Herausgabe der zuvor nicht in seinem Besitz befindlichen Tauben forderte, liegt der Verein bis heute im Rechtsstreit.
Ähnliches gilt für die Untere und die Obere Jagdbehörde. Der Verein hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingereicht eingereicht. Der Grund: Während des harten Winters haben die Jagdpächter in Iserlohn und Menden die Wildtiere nicht gefüttert, obwohl es laut Landesjagdgesetz vorgeschrieben ist. „Wir haben die Untere Jagdbehörde informiert, zwei Tage später erfuhren wir über die Presse, dass zugefüttert werde”, so Barbara Kemper. Als die Tierschützer sich die Futterstellen ansehen wollten, habe es geheißen: „Es herrscht keine Notzeit.” Die Obere Jagdbehörde habe geantwortet: „Es hat nicht genug Frost gegeben, um die Notzeit auszurufen.” Dass die Wildtiere sich in den Vorgärten bedient haben, weil sie anderswo keine Nahrung finden konnten, habe die Behörden nicht interessiert.
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